Veröffentlicht am Mi., 19. Jun. 2019 00:00 Uhr

Ein evangelisches Familienzentrum mit Bildungs- und unterstützenden Angeboten für Familien mit Kindern, Jugendliche und Erwachsene wird die evangelische Kirche in Reinickendorf in der Titiseestraße 7 bauen. „Die Rollberge-Siedlung hat sich in den vergangenen Jahren zu einem sozialen Brennpunkt entwickelt und wir wollen die Menschen vor Ort noch stärker unterstützen“, sagte die Superintendentin des Kirchenkreises Reinickendorf, Beate Hornschuh-Böhm, am 12.06.2019 in Berlin. Es sei wichtig, Kirche gerade auch in Sozialräumen mit besonderen Herausforderungen ein Gesicht zu geben und Nachbarn in ihrer Lebenswelt zu begegnen.

Um das Projekt umzusetzen, wird das ehemalige Gemeindezentrum der Evangelischen Felsenkirchengemeinde an der Titiseestraße 7 abgerissen. Es war im Herbst 2015 geschlossen worden, da der Schadstoff PCB in der Luft festgestellt worden war. Die Arbeiten werden am 24. Juni 2019 im Inneren des Gebäudes mit einer Schadstoffentsorgung beginnen, die ca. acht Wochen dauern wird. Das belastete Material wird entsprechend der gesetzlichen Vorschriften sachgemäß entsorgt. Erst danach erfolgt der Abbruch der Außenhülle, der voraussichtlich einen Monat in Anspruch nehmen wird.

Derzeit verhandelt der Kirchenkreis mit möglichen Bauträgern über die Realisation des geplanten Familienzentrums. Auch in der Übergangszeit ist die evangelische Kirche vor Ort und erweitert ihr Angebot: Sie hat das ehemalige Friseur-Geschäft in der Ladenzeile in der Titiseestraße 5 angemietet und baut es gerade zu einem Büro der Evangelischen Kirchengemeinde Lübars mit Veranstaltungsräumen um, in denen ab Herbst 2019 auch das evangelische FACE Familienzentrum ein offenes Elterncafé und Projekte anbieten wird.

Das FACE Familienzentrum, das mit Hauptsitz am Wilhelmsruher Damm 159 ansässig ist, hatte bereits im Juli 2018 einen zweiten Standort in der Titiseestraße 3 eröffnet und bietet mit zwei Mitarbeiterinnen ein niederschwelliges Programm für die Nachbarn im Rollberge-Kiez an. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Arbeit mit Kindern, denn das Märkische Viertel und die Rollberge zählen mit zu den kinderreichsten Stadtteilen Berlins. Zu den Angeboten gehören etwa ein offener Treff für Mädchen, ein offener Treff für Grundschüler sowie ein Krabbel-Frühstück für Mütter und Väter mit Kindern von 0-2 Jahren und ein Entdecker-Club für Eltern mit Kindern von 3-5 Jahren. Außerdem nutzt ein weiterer sozialer Träger die Räume in der Titiseestraße 3: Das Diakonische Werk Reinickendorf bietet dort eine unabhängige und kostenlose Sozialberatung an. 

Kontakt:
Ute Strelow Projekt- / Fördermittelberatung im Kirchenkreis Reinickendorf
Telefon: 030 / 40 99 98 10 Mobil: 0176 / 66 89 38 32
E-Mail: u.strelow(at)kirchenkreis-reinickendorf.de

(Foto: agw)

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