Ob in weiß, bunt oder gepunktet - die kirchliche Trauung ist ein besonderer Tag im Leben eines jeden Paares. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes anlässlich einer Eheschließung steht die Bitte um den Segen Gottes für den gemeinsamen Lebensweg.

Wegweiser zur kirchlichen Trauung

Es gibt zwei wichtige Voraussetzungen für die kirchliche Trauung, zum einen muss wenigstens einer der Eheleute Mitglied in der Evangelischen Kirche sein und zum anderen ist sie nur möglich, wenn die standesamtliche Heirat vorausgegangen ist.  

  • Wenn Ihr Partner oder Ihre Partnerin nicht derselben Konfession angehört, der eine zum Beispiel evangelisch ist, der andere aber römisch-katholisch, können Sie dennoch einen gemeinsamen Gottesdienst zur Eheschließung feiern. Die Form der Feier orientiert sich dann an der Konfession, die Sie für Ihre Trauung auswählen. Auch eine Beteiligung beider Kirchen an Ihrer Trauung ist möglich. Achtung: Vereinbaren Sie dazu nur rechtzeitig mit beiden Geistlichen einen Termin!

  • Wenn nur einer der Eheleute der Evangelischen Kirche angehört, können Sie bei Zustimmung der Pfarrerin oder des Pfarrers kirchlich heiraten. Voraussetzung ist natürlich, dass die nichtkirchliche Partnerin oder der nichtkirchliche Partner einverstanden ist und die andere Person in der Ausübung des Glaubens achtet.

  • Sind beide Eheleute ausgetreten, ist eine kirchliche Trauung nicht möglich! Die Heirat kann jedoch der Anlass zu einem Wiedereintritt in die Kirche sein.

Erfüllen Sie als Paar diese Voraussetzungen (einer gehört der Evangelischen Kirche an, Sie sind zum Zeitpunkt der kirchlichen Trauung bereits standesamtlich verheiratet, der zuständige Pfarrer/die Pfarrerin haben zugestimmt), dann ist alles andere nur noch eine Frage der Organisation.

So gehen Sie vor:

  1. Überlegung zum Ort: Als Ort der Trauung steht Ihnen natürlich die Kirche Ihrer Heimatgemeinde zur Verfügung, viele Pfarrer und Pfarrerinnen sind aber auch bereit, im Umkreis des Kirchenbezirks in eine von Ihnen ausgesuchte Kirche oder Kapelle zu kommen. Allerdings liegt die Organisation dann in Ihren Händen. Natürlich können Sie sich auch an einem ganz anderen Ort trauen lassen.

  2. Anmeldung: Wichtig ist eine frühzeitige, also mehrere Wochen, auch gern mehrere Monate vor der Hochzeit liegende, Anmeldung im Pfarramt der Wunschgemeinde. Nehmen Sie dazu einfach Kontakt zu der von Ihnen gewünschten Gemeinde auf.

  3. Traugespräch: Hierbei handelt es sich um ein Gespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer der Gemeinde. Inhalt des Gespräches sind einerseits Sie als Paar (z.B. wie und wo haben Sie sich kennengelernt), anderseits die Gestaltung des Gottesdienstes (z.B. Auswahl eines Trauspruches, der Lieder und Musik oder der Blumen). Mitzubringen sind: Tauf- und Konfirmationsschein, Personalausweis.

Was müssen wir noch wissen?

  • Zu den Kosten ist noch etwas zu sagen: Für den Dienst der Pfarrerin oder des Pfarrers bezahlen Sie Ihre Kirchensteuer, sofern Sie über ein Einkommen verfügen. Es können jedoch je nach Situation zusätzliche Kosten für Heizung, besonderen Blumenschmuck oder die Kirchenmusik entstehen. Auskünfte dazu erhalten Sie im zuständigen Pfarramt.

  • Immer wieder begegnet die Frage nach Trauzeugen. Bei einer evangelischen Trauung haben Trauzeugen keine bestimmte Funktion. Bei der Trauung mit Beteiligung eines katholischen Pfarrers sollten sie jedoch dabei sein und nach der Feier ihre Unterschrift leisten, wie es die katholische Ordnung verlangt.

Falls Sie den Wunsch verspüren, sich noch genauer über die kirchliche Trauung zu informieren, schauen Sie bitte in die Traubroschüre der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
"Lass uns heiraten".